Devin

Autonomer KI-Software-Ingenieur von Cognition: schreibt, testet und debuggt Code selbstständig, öffnet Pull Requests und bringt mit Devin Desktop (vormals Windsurf) eine eigene lokale KI-Entwicklungsumgebung mit – vom kostenlosen Einstieg bis Pro, Max, Teams und Enterprise.

Devin ist der KI-Software-Ingenieur des US-Unternehmens Cognition mit Sitz in San Francisco, das nach eigenen Angaben ambitionierte Engineering-Teams dabei unterstützen will, ihren Rückstau abzuarbeiten. Anders als ein Autovervollständigungs-Werkzeug im Editor tritt Devin als eigenständiger Software-Ingenieur auf: Der Agent schreibt, testet und debuggt Code selbstständig, öffnet Pull Requests in bestehenden Repositories und lässt sich direkt aus Slack, Microsoft Teams, Linear oder Jira heraus mit Aufgaben beauftragen. Laut Anbieter kann Devin die meisten Aufgaben übernehmen, die ein Mensch in bis zu drei Stunden erledigen würde – von der Reproduktion von Fehlern über neue Funktionen bis zu internen Werkzeugen. Menschliche Entwicklerinnen und Entwickler behalten dabei die Kontrolle: Jede von Devin erstellte Pull Request durchläuft den regulären Review-Prozess, bevor jemand über das Mergen entscheidet.

Cloud-Agent mit eigener Arbeitsumgebung

Jede Devin-Sitzung läuft laut Anbieter auf einer eigenen virtuellen Maschine mit eigenem Desktop, Browser und "Computer Use" – der Agent kann also Weboberflächen bedienen und Anwendungen testen und dabei weiterarbeiten, auch wenn das eigene Notebook längst zugeklappt ist. Die Konversationsoberfläche bündelt drei Werkzeuge: eine Shell für Befehle und Logs, einen eingebauten Code-Editor mit Echtzeit-Mitverfolgung sowie einen Browser für Weboberflächen und Tests. Damit deckt Devin den gesamten Software-Lebenszyklus ab, vom Verstehen bestehenden Codes über Planung und Umsetzung bis zu Test, Review und Deployment.

Devin Desktop – vormals Windsurf

Im Juni 2026 hat Cognition die zuvor eigenständige KI-Entwicklungsumgebung Windsurf, die das Unternehmen 2025 übernommen hatte, in "Devin Desktop" umbenannt. Laut Anbieter ändert sich am Editor selbst nichts – bestehende Einstellungen, Tastenkürzel und Erweiterungen bleiben erhalten, auch für Bestandskundschaft mit älteren Windsurf-Enterprise-Verträgen. Devin Desktop läuft lokal auf Mac, Windows und Linux, importiert Konfigurationen aus VS Code oder Cursor und bringt einen eigenen lokalen Agenten mit. Neu ist die direkte Anbindung an den Cloud-Agenten Devin: Aufgaben lassen sich aus dem Editor heraus an die Cloud delegieren, und die zurückkommenden Pull Requests werden ohne Wechsel der Anwendung geprüft.

Devin CLI und API

Neben der grafischen Oberfläche bietet Cognition eine Kommandozeilen-Version (Devin CLI) für die lokale Entwicklung sowie eine Programmierschnittstelle (Devin API) für die Einbindung in eigene Automatisierungen und Werkzeugketten.

Integrationen

Devin lässt sich laut Anbieter in Slack und Microsoft Teams markieren, um direkt aus einer Diskussion heraus beauftragt zu werden, verbindet sich mit Aufgabenverwaltungen wie Linear und Jira und arbeitet über Pull Requests mit GitHub zusammen. Über MCP-Server lässt sich der Werkzeugkasten des Agenten zusätzlich erweitern.

Kostenloser Einstieg

Der kostenlose Tarif ist für eine einzelne Person gedacht und umfasst laut Anbieter einen eingeschränkten Nutzungsumfang von Devin sowie Zugriff auf Devin Review und den ebenfalls von Cognition betriebenen Dokumentationsdienst DeepWiki. Ein Upgrade auf einen kostenpflichtigen Tarif ist jederzeit möglich.

Pro

Der Pro-Tarif richtet sich an einzelne Vielnutzerinnen und Vielnutzer und bündelt ein tägliches und wöchentliches Nutzungskontingent für Sitzungen, CLI und Desktop, ergänzt um zusätzliches Guthaben bei Bedarf sowie Integrationen mit Slack, Linear und MCP-Servern.

Max

Max übernimmt den Funktionsumfang von Pro, hebt aber das tägliche Limit auf und stellt ein deutlich größeres wöchentliches Kontingent bereit – gedacht für Nutzerinnen und Nutzer, die regelmäßig über die Grenzen von Pro hinauskommen.

Teams

Der Teams-Tarif erlaubt bis zu 200 Mitglieder und unterscheidet zwischen Vollsitzen mit eigenem Kontingent und Desktop-Zugriff sowie kostenlosen "Flex"-Sitzen, die aus einem gemeinsamen Team-Guthaben schöpfen, aber keinen Desktop-Zugriff erhalten. Guthaben wird laut Anbieter im gesamten Team geteilt statt einzeln zugewiesen.

Enterprise

Enterprise wird individuell bepreist und nach "Agent Compute Units" abgerechnet, einer Einheit, die den tatsächlichen Rechenaufwand einer Aufgabe widerspiegeln soll. Der Tarif ergänzt zentrale Verwaltung, rollenbasierte Zugriffskontrolle, bevorzugten Support und individuell vereinbarte Sicherheits- und Compliance-Vorgaben.

Für wen sich Devin lohnt

Devin lohnt sich für Engineering-Teams, die einen Teil ihres Rückstaus an einen selbstständig arbeitenden Agenten abgeben möchten, statt jede Änderung Zeile für Zeile selbst zu schreiben – etwa Ticket-Abarbeitung, Migrationen, Testabdeckung oder Dokumentation. Wer lieber direkt im Editor mit einem Assistenten zusammenarbeitet und jede Zeile selbst tippt, ist mit einem klassischen Editor-Assistenten wie GitHub Copilot oder Cursor besser bedient; Devins Stärke liegt darin, ganze Aufgaben eigenständig von Anfang bis Ende zu übernehmen und nur das Ergebnis als Pull Request zur Prüfung vorzulegen. Durch die Fusion mit der früheren Windsurf-Umgebung als Devin Desktop deckt Cognition inzwischen sowohl den autonomen Cloud-Agenten als auch eine vollwertige lokale KI-Entwicklungsumgebung aus einer Hand ab. Konkrete Preise nennt Cognition auf der offiziellen Preisseite.

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Cognition
Zuletzt geprüft
14.09.2026

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