Cursor
KI-Programmierassistent von Anysphere auf VS-Code-Basis: Tab-Autovervollständigung, agentische Mehrdatei-Bearbeitung und Cloud-Agenten – vom kostenlosen Hobby-Tarif bis zu Ultra und Enterprise.
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Cursor ist ein KI-Programmierassistent des US-Unternehmens Anysphere, Inc. (2022 gegründet, erste Veröffentlichung 2023). Anders als reine Chat-Assistenten ist Cursor eine vollständige Entwicklungsumgebung auf Basis von Visual Studio Code: Die KI-Funktionen sitzen im Editor-Kern und sind keine nachgerüstete Erweiterung. Cursor läuft als Desktop-App für macOS, Windows und Linux, zusätzlich gibt es eine Kommandozeilen-Fassung sowie Anbindungen an Slack und die Pull-Request-Prüfung auf GitHub. Die Desktop-App wird über den Download auf der offiziellen Website installiert, die CLI über ein Installationsskript.
Was Cursor kann
Das bekannteste Merkmal ist "Tab": ein hauseigenes Autovervollständigungs-Modell, das mehrzeilige und mehrstellige Änderungen im Voraus vorschlägt und dabei den umgebenden Code berücksichtigt. Der "Agent" (auch "Composer" genannt) arbeitet agentisch über mehrere Dateien hinweg, versteht laut Anbieter Projektstruktur und Abhängigkeiten und führt mehrstufige Pläne aus – vom Feature-Entwurf im Plan-Modus über die Umsetzung bis zu Tests. Ergänzend gibt es Inline-Bearbeitung, eine Frage-Funktion zum Codebestand, Terminal-Integration und "Bugbot" für die automatische Durchsicht von Pull Requests. Über MCP (Model Context Protocol), Skills und Hooks lässt sich Cursor mit externen Werkzeugen und eigenen Regeln erweitern.
Cloud- und Hintergrund-Agenten
Laut Anbieter können Agenten auf eigenen Rechnern in der Cloud bauen, testen und ein Ergebnis zur Durchsicht vorführen. Mehrere Agenten lassen sich parallel starten, um über Stunden an umfangreichen Aufgaben zu arbeiten; zudem können dauerhaft laufende Agenten nach Zeitplan oder auf Auslöser reagieren.
Modelle
Cursor bündelt mehrere aktuelle Modelle unter einer Oberfläche, darunter Modelle von OpenAI, Anthropic und Google sowie die hauseigenen Modelle Grok und Composer. Welche Modelle in welchem Umfang nutzbar sind, hängt vom gewählten Tarif ab.
Hobby (kostenlos)
Der kostenlose Einstieg ohne Kreditkarte umfasst eine begrenzte Zahl an Agent-Anfragen und Zugriff auf Composer. Für gelegentliches Ausprobieren und kleine Aufgaben reicht das.
Pro
Pro erweitert die Agent-Limits deutlich, gibt großzügige Kontingente für die hauseigenen Modelle frei und schaltet Zugriff auf Spitzenmodelle, Cloud-Agenten sowie MCP, Skills und Hooks frei. Bugbot ist nutzungsabhängig abrechenbar. Für regelmäßiges Programmieren im Beruf oder Studium ist das der naheliegende Tarif.
Pro+
Pro+ bietet laut Anbieter das Dreifache der Pro-Agent-Limits und höhere Nutzungsgrenzen für die hauseigenen Modelle. Der Tarif richtet sich an Vielnutzer, denen die Pro-Kontingente regelmäßig nicht reichen.
Ultra
Ultra nennt laut Anbieter das Zwanzigfache der Pro-Agent-Limits, die höchsten Nutzungsgrenzen für die hauseigenen Modelle und vorrangigen Zugang zu neuen Funktionen. Gedacht für den ganztägigen, intensiven Einsatz.
Teams und Enterprise
Für Organisationen bietet Anysphere Sitzplatz-Tarife mit enthaltenem Nutzungskontingent, gemeinsam genutzten Guthaben-Pools und Vorab-Verpflichtungen für hohes Volumen. Admins steuern Rollenrechte, erlauben oder sperren Repositories, Modelle und MCP-Server und sehen Auswertungen zur Nutzung. Enterprise ergänzt Single Sign-on mit Okta, Azure AD oder Google Workspace, SCIM-Nutzerverwaltung, einen organisationsweit erzwungenen Privatmodus und – laut Anbieter – Vereinbarungen zur Nulldatenspeicherung mit allen Modellanbietern. Als Zertifizierungen nennt Anysphere unter anderem SOC 2 Type II, ISO 27001, ISO 42001 und AIUC-1 sowie AES-256-Verschlüsselung im Ruhezustand und TLS 1.2+ bei der Übertragung.
Datenschutz
Mit aktiviertem Privatmodus wird der Code laut Anbieter nicht zum Training verwendet. In Team- und Enterprise-Umgebungen kann der Privatmodus organisationsweit erzwungen werden. Konkrete Preisbeträge nennt Anysphere auf der offiziellen Preisseite.
Für wen sich welcher Tarif eignet
Wer Cursor nur ausprobieren oder für sehr kleine Aufgaben nutzen will, kommt mit Hobby aus. Für regelmäßiges Programmieren ist Pro der Standard; wer die Agent-Kontingente laufend ausschöpft, wechselt zu Pro+ oder – bei ganztägigem Einsatz – zu Ultra. Teams greifen zu den Sitzplatz-Tarifen, sobald zentrale Verwaltung, gemeinsame Guthaben oder erzwungener Privatmodus gebraucht werden; Enterprise wird bei hohen Anforderungen an SSO, Nutzerprovisionierung und Compliance nötig.
Erhältlich beim Anbieter
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- Anysphere
- Zuletzt geprüft
- 08.09.2026
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