Bright Data
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Bright Data betreibt eine Infrastrukturplattform für Web-Daten, mit der sich das öffentliche Web durchsuchen, crawlen, extrahieren und für Automatisierungen nutzen lässt, und veröffentlicht den offiziellen Bright Data MCP Server für die Anbindung an KI-Agenten und Sprachmodelle wie Claude.
Die Plattform besteht aus mehreren zusammenhängenden Komponenten: einer Proxy-Infrastruktur mit über 400 Millionen residentiellen Proxy-IPs in 195 Ländern sowie Rechenzentrums- und ISP-Proxy-Optionen, vorgefertigten und individuellen Scraping-APIs zur Datenextraktion sowie Web-Access-APIs wie Unlocker, SERP, Browser und Crawl, die Anti-Bot-Maßnahmen umgehen sollen. Ein Datensatz-Marktplatz bietet vorab gesammelte, hochwertige Daten aus über 800 Domänen, ein Web-Archiv liefert historische Web-Daten im Petabyte-Maßstab, und das AI Scraper Studio erlaubt es auch ohne Programmierkenntnisse, Websites in strukturierte Datenpipelines zu verwandeln.
Über den MCP-Server lassen sich Web-Scraping-Fähigkeiten direkt in agentische Workflows einbinden, sodass KI-Agenten eigenständig aktuelle Webdaten abrufen können, statt auf potenziell veraltetes Trainingswissen angewiesen zu sein.
Das Geschäftsmodell ist ein abonnementbasiertes SaaS-Modell mit gestaffeltem Zugriff, abgerechnet nach Datenvolumen, Proxy-Nutzung und API-Aufrufen; kostenlose Testzugänge stehen ebenfalls zur Verfügung. Nach eigenen Angaben bedient Bright Data mehr als 50.000 Organisationen weltweit.
Das Unternehmen wurde 2014 in Israel unter dem Namen Luminati Networks als Ausgründung des VPN-Anbieters Hola von Derry Shribman und Ofer Vilenski gegründet und firmiert seit 2021 als Bright Data mit Hauptsitz in Tel Aviv.
Die Umbenennung von Luminati Networks zu Bright Data 2021 fiel in eine Zeit verstärkter öffentlicher Kritik an intransparenten Proxy-Netzwerken; das Unternehmen betont seitdem verstärkt ethische Datenerhebung und arbeitet unter anderem mit Sicherheitsfirmen wie VirusTotal zusammen.