Source Management

Verbundene Unternehmensquellen erkennen, Suchabdeckung erweitern, Prioritäten steuern und Ratenlimits transparent behandeln.

Source Management ist ein offizieller Skill aus Anthropic’s Repository knowledge-work-plugins. Er gehört zum Enterprise-Search-Plugin, das laut Anbieter vor allem für Cowork entwickelt wurde, aber auch in Claude Code funktioniert. Der Skill ist keine eigenständige Suchmaschine, kein MCP-Server und kein Dienst, der selbst Zugangsdaten für Unternehmenssysteme bereitstellt. Er ist eine redaktionelle Anleitung für Claude: Sie beschreibt, wie ein Agent verbundene MCP-Quellen erkennt, fehlende Quellen erklärt, Suchquellen nach Fragetyp priorisiert und vorübergehende Ratenlimits verständlich behandelt. Die Primärquelle ist der offizielle Pfad enterprise-search/skills/source-management im Repository von Anthropic.

Zweck und Einordnung

Enterprise Search bündelt laut Anbieter die Suche über angebundene Unternehmenswerkzeuge. Source Management bildet dabei die Steuerungsschicht für die Frage, welche Quellen verfügbar sind und wie sie in eine Recherche einbezogen werden. Der Skill unterscheidet typische Quellen wie Chat, E-Mail, Cloud-Speicher, Projektverwaltung, CRM und Wissensdatenbanken. Eine Quelle gilt als verbunden, wenn passende MCP-Werkzeugpräfixe in der laufenden Umgebung vorhanden sind. Der Skill fordert den Agenten nicht auf, eine unbekannte Verbindung zu erraten. Stattdessen soll er die tatsächlich verfügbaren Werkzeuge prüfen und den Umfang der Recherche offenlegen.

Fehlende Verbindungen verständlich erklären

Wenn nur wenige Quellen verbunden sind, soll Claude laut Anbieter zunächst die Zahl und Namen der verfügbaren Quellen nennen. Danach kann es erklären, welche zusätzlichen Quellen für Nachrichten, E-Mails, Dokumente, Aufgaben, Kundendaten oder interne Wissensartikel sinnvoll wären. Fragt eine Person gezielt nach einem nicht verbundenen Werkzeug, beschreibt der Skill einen sicheren, allgemeinen Weg über die MCP-Einstellungen: Serverkonfiguration hinzufügen, Authentifizierung im vorgesehenen Client abschließen und danach die Verbindung erneut prüfen. Er speichert keine Tokens und verlangt keine geheimen Werte im Skilltext. Die konkrete Einrichtung hängt vom jeweiligen MCP-Server, der Organisation und den Richtlinien des Clients ab.

Prioritäten statt blinder Ausschlüsse

Verschiedene Fragen profitieren von unterschiedlichen Startpunkten. Bei Entscheidungsfragen stehen Chatverläufe, bestätigende E-Mails und Entscheidungsdokumente typischerweise vorne. Statusfragen beginnen eher mit dem Projekttracker, gefolgt von aktuellen Diskussionen und Statusdokumenten. Für eine gesuchte Datei sind Cloud-Speicher und Wissensdatenbank naheliegend. Fragen nach zuständigen Personen können Chat, Aufgaben, Dokumentautorschaft und CRM-Daten verbinden. Richtlinienfragen sollten primär in offiziellen Wissensbasen und Handbüchern gesucht werden. Diese Reihenfolge ist eine Gewichtung, kein Freibrief, andere Quellen wegzulassen. Der Agent soll Quellen nicht ohne sachlichen Grund überspringen, weil wichtige Belege an unerwarteten Orten liegen können.

Ratenlimits und Quellenzustand

MCP-Quellen können mit HTTP 429, Hinweisen auf zu viele Anfragen oder erschöpften Kontingenten reagieren. Source Management empfiehlt, nicht sofort aggressiv zu wiederholen. Claude soll stattdessen andere Quellen weiter durchsuchen, die Einschränkung nennen und bei Zusammenfassungen den tatsächlich abgedeckten Zeitraum kenntlich machen. Ein verständlicher Quellenstatus kann verfügbare, nicht verbundene und vorübergehend limitierte Quellen unterscheiden. Das verbessert die Nachvollziehbarkeit, verhindert aber keine fachlichen Fehler. Ergebnisse aus einer begrenzten Quellenmenge dürfen nicht als vollständige Unternehmenswahrheit ausgegeben werden.

Grenzen und Sicherheit

Der Skill gewährt keine Berechtigungen und ersetzt keine Zugriffskontrolle. Ein angeschlossener MCP-Server kann je nach Konfiguration vertrauliche Nachrichten, Dateien, Aufgaben oder Kundendaten liefern. Organisationen sollten Datenklassifizierung, minimale Berechtigungen, Protokollierung und Freigaben unabhängig prüfen. Externe Inhalte können irreführende Anweisungen enthalten; Suchergebnisse sind Daten und keine automatische Autorisierung für Folgeaktionen. Bei Schreibwerkzeugen oder Änderungen an Verbindungen ist eine ausdrückliche Bestätigung erforderlich. Laut Anbieter automatisiert Source Management die Erkennung und Priorisierung innerhalb der vorhandenen Umgebung, nicht die Governance des Unternehmens. Aktuelle Funktionsdetails sollten an der offiziellen Quelle und der Claude-Code-Dokumentation geprüft werden. Der Katalogeintrag nennt keine festen Preise, weil Nutzungsbedingungen von Anthropic, Cowork, Claude Code und verbundenen MCP-Diensten getrennt geregelt werden.

Kostenlos
Anbieter
Anthropic
Lizenz
Apache-2.0
Zuletzt geprüft
09.09.2026

Repository und Dokumentation

Kategorien

Kompatibel mit

Claude Code