Amplitude MCP Server einrichten

Den offiziellen Amplitude Remote MCP per OAuth verbinden und Analysedaten sicher in KI-Clients abfragen.

Veröffentlicht am 18.09.2026

Der Amplitude MCP Server bringt Amplitude-Analytics, Dashboards, Experimente, Feature Flags und Tracking-Plan-Tools in einen MCP-fähigen KI-Client. Die offizielle Dokumentation nennt zwei regionale Remote-Endpunkte: https://mcp.amplitude.com/mcp für den US-Standard und https://mcp.eu.amplitude.com/mcp für EU-Datenspeicherung. Keine lokale Installation ist erforderlich — die Verbindung erfolgt per OAuth 2.0 aus dem Client heraus.

Vor dem Verbinden: Aufgabe und Berechtigungen klären

Stelle vor der Einrichtung sicher, dass du in Amplitude Zugriff auf die relevanten Projekte hast. Der MCP Server übernimmt ausschließlich die Berechtigungen des angemeldeten Amplitude-Nutzers; es gibt keinen eigenständigen Service-Account. Wenn du Schreiboperationen — also das Anlegen oder Ändern von Events, Properties, Branches oder Dashboards — nutzen möchtest, muss ein Organisations-Administrator dir die RBAC-Aktion „Use MCP (write)" zuweisen. Für reine Leseaufgaben reicht der Lesezugriff.

Überlege vorab, welche Daten in den KI-Client fließen sollen. Laut Amplitude-Dokumentation verarbeiten Drittanbieter-KI-Modelle die Daten während der Analyse. Anfragen, Ergebnisse und Chart-Daten können also an den Modellbetreiber des verwendeten Clients weitergegeben werden. Für sensible Kundendaten oder regulierte Informationen prüfe die Datenschutzrichtlinien von Amplitude und dem gewählten Modellanbieter, bevor du diese in Abfragen einbeziehst.

Den Remote MCP per OAuth verbinden

Öffne die MCP-Konfiguration des gewählten Clients und trage die regionale Server-URL ein. Für den US-Standard: https://mcp.amplitude.com/mcp. Für EU-Datenspeicherung: https://mcp.eu.amplitude.com/mcp. Der Client öffnet daraufhin einen OAuth-2.0-Autorisierungs-Dialog. Melde dich mit dem Amplitude-Konto an, das Zugriff auf die relevanten Projekte hat, und erteile die angefragten Berechtigungen. Nach erfolgreichem Abschluss ist der MCP Server aktiv.

In Claude Code beschreibt die offizielle Dokumentation beispielsweise HTTP-Transport und einen browserbasierten OAuth-Ablauf. Cursor, ChatGPT und andere kompatible Clients folgen ihren jeweiligen MCP-Konfigurationsschritten. Consult the documentation of your specific client for the exact configuration steps.

Falls du Token-Kosten reduzieren möchtest, dokumentiert Amplitude den Progressive-Discovery-Modus: Hänge ?discovery=progressive an die URL an — also etwa https://mcp.amplitude.com/mcp?discovery=progressive. In diesem Modus startet der Client mit einem minimalen Toolset und entdeckt weitere Tools bedarfsgesteuert per list_tool_categories und get_category_tools.

Den AI Context für bessere Ergebnisse nutzen

Die offizielle Dokumentation empfiehlt, zu Beginn jeder Session get_amplitude_context mit einer Projekt-ID aufzurufen. Dieses Tool gibt die in den Amplitude-AI-Controls hinterlegten Konfigurationen zurück: Metrikdefinitionen, Terminologie und Geschäftsregeln deiner Organisation. Wenn der KI-Client diese Informationen kennt, arbeitet er bei Folgeabfragen mit den korrekten Begriffen und Metriken — was Missverständnisse über Definitionen reduziert.

Organisationsadministratoren können AI Context im Amplitude-Dashboard unter AI Controls konfigurieren: Markdown-Textanweisungen und hochgeladene Referenzdokumente. Die Textanweisungen gibt get_amplitude_context zurück; hochgeladene Dateien sind für in-product Agents verfügbar, aber nicht direkt über MCP-Tools abrufbar. Lege daher Regeln und Definitionen, die der MCP-Client kennen soll, als Textanweisungen an.

Erste Abfragen und typische Workflows

Beginne mit einer einfachen Suchabfrage: „Finde alle Dashboards zum Thema Onboarding." Damit testest du die Verbindung und siehst, auf welche Projekte der Client zugreifen kann. Probiere anschließend query_chart für einen bekannten Chart oder get_dashboard für ein vorhandenes Dashboard.

Ein typischer Analyse-Workflow laut Amplitude-Dokumentation: Suche mit search nach relevantem Content, rufe Chart-Definitionen mit get_charts ab, führe individuelle Abfragen mit query_dataset durch und stelle Folgefragen auf Basis der Ergebnisse. Für Experimente: get_experiments gibt Metadaten zurück, query_experiment die statistischen Ergebnisse.

Für Session Replay: get_session_replays mit Filterkriterien wie Eventname, Nutzerattribut oder Zeitraum. Das Ergebnis enthält passende Sitzungs-IDs und Metadaten, die du direkt im Amplitude-Interface öffnen kannst.

Schreiboperationen: Tracking-Plan verwalten

Wenn du die RBAC-Aktion „Use MCP (write)" hast, kannst du Tracking-Plan-Änderungen vornehmen. Nutze manage_amp_data_taxonomy, um einen Branch zu erstellen, bevor du Eventdefinitionen änderst — so bleiben Änderungen trennbar und überprüfbar. manage_amp_events legt neue Events an oder aktualisiert bestehende. create_properties und update_properties verwalten Eigenschaften.

Wichtig: Diese Tools ändern Tracking-Plan-Definitionen in Amplitude Data. Sie senden keine Produktions-Events. Für das Senden von Events nutze ein Amplitude-SDK oder die HTTP-V2-API.

Sicherheit, Rate Limits und Beta-Status

Der Amplitude MCP Server befindet sich laut README und Dokumentation noch in der Beta-Phase. Rate Limits sind dokumentiert und können sich ändern. Plane für Produktions-Workflows entsprechende Fehlerbehandlung ein und teste neue Funktionen zunächst in einer Testumgebung.

Organisationsadministratoren können den MCP-Zugriff über AI Controls im Amplitude-Dashboard einschränken. Die Dokumentation beschreibt eine separate RBAC-Rolle für Schreiboperationen. Aktiviere Schreibzugriff nur für Nutzer, die ihn tatsächlich benötigen. Für Teams empfiehlt es sich, zunächst nur Lesezugriff zu aktivieren und Schreiboperationen gezielt freizugeben.

Amplitude-Analysedaten — darunter Nutzersegmente, Ereignisvolumen und Experiment-Ergebnisse — sind sensible Produktdaten. Sie sollten nicht in öffentliche Chats, Screenshots oder nicht autorisierte Systeme gelangen. Prüfe nach jeder Einrichtung, welche Daten der Client tatsächlich abrufen kann, und begrenze Abfragen auf das Notwendige.

FAQ

Welcher Endpoint ist für EU-Datenspeicherung korrekt? Die Dokumentation nennt https://mcp.eu.amplitude.com/mcp.

Kann ich den MCP Server für Event-Tracking nutzen? Nein. Laut offizieller Dokumentation ist der MCP Server kein Ingestion-Endpunkt. Verwende für Produktions-Events ein Amplitude-SDK oder die HTTP-V2-API.

Was ist der Progressive-Discovery-Modus? Das Anhängen von ?discovery=progressive an die Server-URL reduziert die initial übertragene Toolmenge. Der Client entdeckt Tools bedarfsgesteuert, was Token-Kosten senkt.

Brauche ich eine spezielle Amplitude-Lizenz? Laut Dokumentation können alle bestehenden Amplitude-Kunden den MCP Server nutzen. Prüfe Account-Limits und Konditionen direkt bei Amplitude.

Veröffentlicht am 18.09.2026

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Häufige Fragen

Welcher Endpoint ist für EU-Datenspeicherung korrekt?

Die offizielle Dokumentation nennt https://mcp.eu.amplitude.com/mcp für EU-Residency.

Kann ich Events über den MCP Server senden?

Nein. Der MCP Server ist kein Ingestion-Endpunkt. Nutze ein Amplitude-SDK oder die HTTP-V2-API für Produktions-Events.

Was bewirkt der Progressive-Discovery-Modus?

Das Anhängen von ?discovery=progressive an die URL reduziert den initialen Token-Verbrauch, da der Client Tools bedarfsgesteuert entdeckt statt alle auf einmal zu laden.