Strapi MCP Server

Eingebauter MCP-Server von Strapi: Inhalte und Medienbibliothek per KI-Assistent lesen, anlegen, ändern und veröffentlichen, begrenzt durch die Rechte eines Admin-Tokens.

Beschreibung

Der Strapi MCP Server ist ein fest in Strapi eingebauter Server für das Model Context Protocol (MCP). Sobald er aktiviert ist, können KI-Assistenten wie Claude Code, Cursor oder Codex direkt mit dem Content Manager Ihres Strapi-Projekts arbeiten: Einträge auflisten und abrufen, anlegen, ändern, löschen, veröffentlichen und zurücknehmen sowie die Medienbibliothek verwalten. Statt Inhalte von Hand im Admin-Bereich zu pflegen oder eigene Skripte gegen die REST-Schnittstelle zu schreiben, beschreiben Sie die Aufgabe im Gespräch, etwa „Lege drei Entwürfe für Produktseiten an“ oder „Zeige alle unveröffentlichten Artikel der letzten Woche“. Strapi ist ein quelloffenes Headless-CMS der Strapi Solutions SAS; das GitHub-Projekt strapi/strapi hat über 70.000 Sterne, ist nicht archiviert und wurde zuletzt am 22. Oktober 2026 aktualisiert. Laut offizieller Dokumentation gehört der MCP-Server zu den kostenlosen Funktionen und steht in Entwicklung und Produktion zur Verfügung.

Was kann der Strapi MCP Server?

Die Werkzeuge werden aus Ihren Inhaltstypen erzeugt. Für Collection Types gibt es laut Dokumentation bis zu acht Werkzeuge: list mit Seitenzählung, Sortierung und Filtern, get, create, update, delete sowie publish, unpublish und discard_draft, sofern Draft & Publish aktiviert ist. Single Types erhalten bis zu sechs Werkzeuge, wobei Anlegen und Ändern zu write zusammengefasst sind. Dazu kommen zehn Werkzeuge für die Medienbibliothek: Dateien und Ordner auflisten, Metadaten wie Name, Alternativtext und Beschriftung ändern, Dateien und Ordner verschieben, Ordner anlegen und umbenennen sowie Dateien und Ordner löschen. Mehrsprachige Inhalte werden über einen optionalen locale-Parameter unterstützt, Relationen lassen sich mit connect, disconnect und set pflegen. In der Entwicklung steht außerdem ein log-Werkzeug bereit, das Meldungen in die Serverkonsole schreibt.

Wofür ist er besonders nützlich?

Der Nutzen liegt bei Redaktions- und Migrationsarbeit im Alltag. Wer viele Einträge nachbearbeiten muss, etwa fehlende Alternativtexte in der Medienbibliothek ergänzen oder Entwürfe nach einem Muster anlegen, spart sich Klickstrecken. Auch Qualitätsprüfungen funktionieren gut: Der Assistent filtert nach leeren Feldern, fasst Auffälligkeiten zusammen und schlägt Korrekturen vor, die Sie vor dem Veröffentlichen prüfen. Für Entwicklerinnen und Entwickler ist der Server praktisch, um Testdaten aufzubauen oder zu prüfen, wie sich ein neuer Inhaltstyp mit echten Einträgen verhält. Gegenüber einem allgemeinen Datenbank-Server hat er den Vorteil, dass er auf Strapis eigenen Rechtekonzepten aufsetzt: Der Assistent arbeitet über den Content Manager und nicht an dessen Regeln vorbei.

Einrichtung und Konfiguration

Der Server läuft im Strapi-Prozess selbst. Sie aktivieren ihn in config/server.js (oder server.ts) mit mcp: { enabled: true } und starten Strapi neu. Optional lassen sich connectTimeoutMs (Standard 5000) und requestTimeoutMs (Standard 60000) anpassen. Der Endpunkt lautet /mcp, lokal also http://localhost:1337/mcp; es werden nur POST-Anfragen akzeptiert, als Transport dient zustandsloses Streamable HTTP. Zur Anmeldung legen Sie im Admin-Bereich einen Admin-Token an und senden ihn als Bearer-Token im Header Authorization. In Claude Code genügt claude mcp add strapi-mcp --transport http http://localhost:1337/mcp -H "Authorization: Bearer IHR_ADMIN_TOKEN". Für Cursor tragen Sie in .cursor/mcp.json einen Server vom Typ streamable-http mit URL und Header ein; Claude Desktop verbindet sich laut Dokumentation über die Brücke mcp-remote.

Sicherheit: was Sie beachten sollten

Strapi setzt mehrere Schutzebenen ein. Ein Werkzeug, das der Token nicht nutzen darf, wird gar nicht erst angeboten. Ein- und Ausgabeschemas enthalten nur Felder, auf die der Token Zugriff hat, die Sprachauswahl wird je Aktion eingeschränkt, und jeder Aufruf prüft die Rechte noch einmal am konkreten Dokument. Weil jede Anfrage einzeln geprüft wird, gelten entzogene Tokens und geänderte Rechte sofort bei der nächsten Anfrage. Aktionen am Inhalt erscheinen in den Audit-Logs mit origin: mcp; reine Lesezugriffe werden nicht protokolliert. Legen Sie für jeden KI-Client einen eigenen Token mit den geringstmöglichen Rechten an. Besondere Vorsicht gilt bei der Medienbibliothek: Löschungen sind endgültig, es gibt weder Papierkorb noch Rückgängig, und das Löschen eines Ordners entfernt auch alle Unterordner und Dateien. Die Werkzeuge können nicht prüfen, ob ein Eintrag die Datei noch verwendet; beide Löschwerkzeuge unterstützen aber einen Probelauf mit dryRun. Einschränkungen laut Dokumentation: Dateien lassen sich nicht über MCP hochladen, verschachtelte Relationen werden nicht mitgeladen, und Dynamic Zones erscheinen in den Schemas nur als untypisierte Listen.

Kosten

Der MCP-Server ist laut Dokumentation eine kostenlose Funktion. Strapi bietet die Community-Edition, die laut Preisseite ohne Zeitlimit kostenlos ist und unter der MIT-Lizenz steht, wobei Teile im Verzeichnis ee/ einer eigenen Enterprise-Lizenz unterliegen. Daneben gibt es kostenpflichtige Pläne für Selbstbetrieb und Cloud, darunter einen Growth-Plan und individuelle Enterprise-Tarife. Aktuelle Konditionen stehen auf der offiziellen Preisseite von Strapi.

Für wen lohnt sich der Strapi MCP Server?

Er lohnt sich für Teams, die bereits ein Strapi-5-Projekt betreiben und wiederkehrende Redaktions- oder Pflegearbeiten mit einem KI-Assistenten beschleunigen wollen. Ohne Strapi-Projekt bringt er nichts. Beginnen Sie auf einer Entwicklungs- oder Staging-Instanz mit einem Token, der nur lesen darf, und erweitern Sie die Rechte erst, wenn die Abfragen zuverlässig laufen.

Voraussetzungen

Ein laufendes Strapi-Projekt (Strapi 5), in dem der MCP-Server in config/server.js aktiviert ist, ein Admin-Token sowie ein MCP-Client mit Unterstützung für Streamable HTTP wie Claude Code oder Cursor.

Installationsanleitung

Mit dem Strapi MCP Server verwaltet ein KI-Assistent Inhalte und Medien Ihres Strapi-Projekts. Dieser Ratgeber führt von der Aktivierung bis zur ersten Abfrage.

Schritt 1: Voraussetzungen prüfen

Sie benötigen ein laufendes Strapi-5-Projekt und einen MCP-Client mit Unterstützung für Streamable HTTP, etwa Claude Code oder Cursor. Beginnen Sie auf einer Entwicklungs- oder Staging-Instanz, nicht auf der Produktivumgebung.

Schritt 2: Server aktivieren

Tragen Sie in config/server.js (oder server.ts) den Block mcp: { enabled: true } ein und starten Sie Strapi neu. Standardmäßig ist der Server ausgeschaltet. Optional passen Sie connectTimeoutMs und requestTimeoutMs an.

Schritt 3: Admin-Token anlegen

Erzeugen Sie im Admin-Bereich einen Admin-Token für genau diesen KI-Client. Vergeben Sie nur die Rechte, die für die Aufgabe nötig sind, und beginnen Sie mit Leserechten. Werkzeuge, die der Token nicht nutzen darf, bietet der Server gar nicht erst an.

Schritt 4: Im MCP-Client eintragen

In Claude Code lautet der Befehl claude mcp add strapi-mcp --transport http http://localhost:1337/mcp -H "Authorization: Bearer IHR_ADMIN_TOKEN". Bei Cursor tragen Sie in .cursor/mcp.json einen Server vom Typ streamable-http mit URL und Header ein. Claude Desktop nutzt laut Dokumentation die Brücke mcp-remote.

bash
claude mcp add strapi-mcp --transport http http://localhost:1337/mcp -H "Authorization: Bearer IHR_ADMIN_TOKEN"

Risiken begrenzen

Medienlöschungen sind endgültig, und das Löschen eines Ordners entfernt auch alle Inhalte darunter. Nutzen Sie dafür zuerst den Probelauf dryRun. Aktionen am Inhalt stehen in den Audit-Logs mit origin: mcp.

Schritt 5: Erste Abfragen

Starten Sie mit Leseaufgaben, etwa „Liste die zehn neuesten Artikel auf“ oder „Welche Medien haben keinen Alternativtext?“. Schreibende Aufgaben wie das Anlegen von Entwürfen testen Sie zuerst in der Entwicklungsinstanz.

claude mcp add strapi-mcp --transport http http://localhost:1337/mcp -H "Authorization: Bearer YOUR_ADMIN_TOKEN"

Authentifizierung

Admin-Token aus dem Strapi-Admin-Bereich als Bearer-Token im Authorization-Header; jede Anfrage wird einzeln geprüft.

Benötigte Zugriffsrechte

Entspricht den Rechten des Admin-Tokens: lesen, anlegen, ändern, löschen und veröffentlichen von Einträgen sowie Verwalten der Medienbibliothek. Nicht erlaubte Werkzeuge werden ausgeblendet.

Übertragene oder gespeicherte Daten

Der Server läuft im eigenen Strapi-Prozess. Abgerufene Einträge und Mediendaten gelangen in den Kontext des KI-Clients und damit zum Modellanbieter. Aktionen am Inhalt stehen in den Audit-Logs mit origin: mcp.

Sicherheitsrisiken

Unbeabsichtigtes Ändern, Veröffentlichen oder Löschen von Inhalten, endgültiges Löschen von Dateien und Ordnern ohne Papierkorb, zu weit gefasste Token-Rechte, ein ungeschützt erreichbarer Endpunkt sowie Prompt Injection über Inhalte der Einträge.

Lizenz und Kosten

Lizenz
MIT (Community Edition, ee/ separat)
Kosten
kostenlos

Der MCP-Server ist laut Dokumentation eine kostenlose Funktion. Die Community-Edition von Strapi ist kostenlos; daneben gibt es kostenpflichtige Pläne. Details auf der offiziellen Preisseite von Strapi.

Alternativen

Noch nicht erfasst.

Auf einen Blick

Anbieter
Strapi
Status
Offizieller Server
Betriebsart
Remote
Aktuelle Version
Noch nicht erfasst.
GitHub-Sterne
73,379
Zuletzt geprüft
22.10.2026

Repository und Dokumentation

Kategorien

Unterstützte Clients