Metabase MCP Server

In Metabase eingebauter MCP-Server: Daten aus Claude Code oder Cursor abfragen, Fragen und Dashboards anlegen und Alerts einrichten, immer im Rahmen Ihrer Metabase-Rechte, mit OAuth-Anmeldung und auch in der kostenlosen Open-Source-Version.

Beschreibung

Der Metabase MCP Server verbindet Ihren KI-Assistenten mit Metabase, einer verbreiteten Open-Source-Plattform für Business Intelligence. Dort fragen Teams ihre Datenbanken ab und bauen daraus Diagramme und Dashboards. MCP, das Model Context Protocol, ist ein offener Standard, über den Assistenten wie Claude Code oder Cursor externe Dienste ansprechen. Metabase entwickelt den Server selbst. Sie müssen nichts zusätzlich installieren, denn er gehört zum Produkt und läuft auf Ihrer eigenen Metabase-Instanz. Die Release-Seite nennt ihn seit Metabase 60 vom April 2026.

Wofür ist der Metabase MCP Server nützlich?

In vielen Firmen liegt das Wissen über Kennzahlen längst in Metabase: gepflegte Modelle, geprüfte Metriken, ein Glossar und Dashboards. Ein Assistent mit direktem Datenbankzugang kennt davon nichts und rät oft, welche Tabelle die richtige ist. Hier setzt der Server an. Der Assistent sucht zuerst in den vorhandenen Inhalten und nutzt dann die Definitionen, auf die sich Ihr Team geeinigt hat. So fragen Sie etwa: Wie hat sich der Umsatz je Region im letzten Quartal entwickelt? Welches Dashboard zeigt die Kündigungsquote? Bau daraus eine Frage und leg sie in der Sammlung Marketing ab. Für Entwicklerinnen und Entwickler ist das auch im Editor praktisch: Beim Bau eines Features lassen sich echte Zahlen prüfen, ohne das Fenster zu wechseln.

Werkzeuge im Überblick

Die Dokumentation listet 23 Werkzeuge. Zum Lesen gehören unter anderem search, browse_collection, browse_data, get_content und glossary. Abfragen laufen über execute_query und run_saved_question. Laut Metabase gibt execute_query standardmäßig 100 Zeilen pro Aufruf zurück und höchstens 2000 pro Seite. Schreibende Werkzeuge wie question_write, dashboard_write, document_write, metric_write und collection_write legen Inhalte an, ändern sie oder verschieben sie in den Papierkorb. Ein endgültiges Löschen von Inhalten gibt es über diese Werkzeuge laut Dokumentation nicht. Über alert_write und subscription_write entstehen Alerts und Abos, die Daten per E-Mail oder Slack verschicken. In Clients mit passender Darstellung, etwa Claude Desktop im Chat-Modus, zeigt visualize_query Diagramme direkt im Gespräch. In Claude Code steht dieses Werkzeug nicht zur Verfügung.

Rechte und Scopes

Jedes Werkzeug läuft in Ihrem Namen. Der Assistent sieht also nur, was Sie in Metabase selbst sehen dürfen. Zusätzlich gibt es Scopes, das sind fein abgestufte Berechtigungen, die Sie bei der Anmeldung bestätigen: Inhalte lesen, Inhalte schreiben, Abfragen ausführen, rohes SQL ausführen und Benachrichtigungen anlegen. Ein Scope erweitert nie Ihre eigenen Rechte. Besonders wichtig ist execute_sql. Die Dokumentation warnt ausdrücklich, dass dieses Werkzeug bestehende Daten überschreiben oder löschen kann. Es läuft nur, wenn Sie auf der Datenbank native Abfragen ausführen dürfen. Prüfen Sie deshalb vor der Anbindung, ob das hinterlegte Datenbankkonto Schreibrechte hat.

Open Source, Pro und Enterprise

Der Server ist laut Preisseite in allen Editionen enthalten, also in Open Source, Starter, Pro und Enterprise. Die Open-Source-Version ist kostenlos, beim Selbstbetrieb tragen Sie nur die Hosting-Kosten. Pro und Enterprise bieten zusätzlich eine Freigabe der Werkzeuge je Benutzergruppe, MCP-Analysen zu Clients, Werkzeugen und Nutzern sowie Zugriff ohne Browser per JWT, einem signierten Anmeldetoken. Einen eigenen KI-Anbieter brauchen Sie in Metabase nicht, weil der Client das Sprachmodell mitbringt. Die Aufrufe zählen deshalb auch nicht gegen die KI-Anbindung des hauseigenen Assistenten Metabot.

Was den Server von Alternativen unterscheidet

Auf GitHub gibt es mehrere Community-Server für Metabase. Der eingebaute Server unterscheidet sich von ihnen vor allem darin, dass er vom Hersteller stammt, ohne externen Prozess auskommt und per OAuth jede Person mit ihren eigenen Rechten anmeldet. Einen gemeinsamen API-Schlüssel gibt es dabei nicht: Laut Repository ignoriert der Endpunkt API-Keys und akzeptiert nur OAuth-Tokens. Gegenüber einem direkten Datenbank-MCP-Server gewinnen Sie außerdem die gepflegten Modelle und Metriken Ihres Teams.

Für wen lohnt sich der Metabase MCP Server?

Er lohnt sich für Teams, die Metabase bereits nutzen und Auswertungen schneller erledigen möchten, ohne jede Frage an die Datenabteilung zu schicken. Für Datenteams ist er ein schneller Weg, Fragen und Dashboards im Gespräch zu entwerfen. Weniger geeignet ist er, wenn Ihre Instanz nicht aus dem Netz des Clients erreichbar ist, denn manche Clients wie Claude Desktop verbinden sich nicht mit localhost. Beachten Sie außerdem, dass Abfrageergebnisse beim Client landen und von dort je nach Einrichtung an dessen KI-Anbieter gehen. Bei personenbezogenen Daten sollten Sie das vorab klären.

Voraussetzungen

Eine aktuelle Metabase-Instanz (die kanonische Adresse /api/metabase-mcp gilt laut GitHub-Issue ab Metabase 62), in der ein Admin den Server unter Admin > AI > MCP aktiviert hat. KI-Funktionen dürfen nicht global abgeschaltet sein. Die Site-URL muss für den Client erreichbar sein. Dazu ein Client mit Streamable HTTP und OAuth.

Installationsanleitung

Mit dem Metabase MCP Server fragt Ihr KI-Assistent Daten ab und legt Fragen, Dashboards oder Alerts an, immer im Rahmen Ihrer Metabase-Rechte. Der Server ist bereits in Metabase eingebaut, sogar in der kostenlosen Open-Source-Version. Dieser Ratgeber zeigt die Einrichtung und die wichtigsten Sicherheitsschritte.

Schritt 1: Voraussetzungen

Sie brauchen eine Metabase-Instanz und ein Konto. Die Instanz sollte aktuell sein, denn die Adresse /api/metabase-mcp gilt laut einem GitHub-Issue ab Metabase 62. Ein Admin muss den Server einmal aktivieren. Außerdem muss die Instanz für Ihren Client erreichbar sein. Manche Clients, etwa Claude Desktop, verbinden sich nicht mit localhost.

Schritt 2: Server aktivieren

Als Admin öffnen Sie Admin > AI > MCP und schalten MCP server ein. Dort finden Sie auch die genaue Adresse. Ist die Einstellung Disable all AI features aktiv, bleibt der Server aus. Einen KI-Anbieter müssen Sie nicht hinterlegen, denn das Sprachmodell kommt vom Client.

Schritt 3: Claude Code verbinden

Im Terminal führen Sie claude mcp add --scope user --transport http metabase https://{your-metabase-url}/api/metabase-mcp aus. Ohne --scope user gilt der Server nur im aktuellen Verzeichnis. Starten Sie dann claude, rufen Sie /mcp auf, wählen Sie Metabase und klicken Sie auf Authenticate. Falls nötig, aktivieren Sie den Server vorher mit Enable. Danach öffnet sich die Anmeldung Ihrer Instanz. Dort melden Sie sich an und bestätigen die Berechtigungen.

Schritt 3: Claude Desktop, Claude Web oder Cursor

In Claude tragen Sie dieselbe Adresse im Connector-Verzeichnis ein und übernehmen die Vorgaben Sign in now und Register automatically. Das Feld für Header bleibt leer. Für Diagramme im Gespräch nutzen Sie in Claude Desktop den Chat-Modus und aktivieren als Admin den passenden Schalter unter Admin > AI > MCP. In Cursor legen Sie unter Settings > MCP einen Server vom Typ streamable-http mit derselben Adresse an.

Erste Fragen

Starten Sie am besten nur lesend. Fragen Sie zum Beispiel: Welche Dashboards gibt es zum Thema Umsatz? Was bedeutet Aktiver Kunde laut Glossar? Wie viele Bestellungen gab es letzten Monat je Land? Schreibaufträge wie das Anlegen einer Frage oder eines Dashboards probieren Sie danach in einer eigenen Sammlung aus.

Sicher arbeiten

Der Assistent hat nie mehr Rechte als Sie, aber oft mehr, als er braucht. Am wichtigsten ist execute_sql, denn dieses Werkzeug kann laut Dokumentation bestehende Daten überschreiben oder löschen. Hinterlegen Sie in Metabase daher möglichst nur lesende Datenbankkonten und blockieren Sie das Werkzeug im Client, wenn Sie es nicht brauchen. Alerts und Abos können Daten per E-Mail oder Slack verschicken, lassen Sie sich diese Aktionen deshalb bestätigen. In Pro und Enterprise können Admins die Werkzeuge außerdem je Gruppe freigeben.

claude mcp add --scope user --transport http metabase https://{your-metabase-url}/api/metabase-mcp

Authentifizierung

OAuth 2.0 mit dem in Metabase eingebauten Server, ohne externen Anbieter. Der Client registriert sich selbst, Sie melden sich bei Ihrer Instanz an und bestätigen die Scopes. API-Keys und Session-Cookies gelten auf dem Endpunkt laut Repository nicht. In Pro und Enterprise ist auch Zugriff ohne Browser per signiertem JWT möglich, das Zugriffstoken gilt dann eine Stunde.

Benötigte Zugriffsrechte

Fünf Scopes: agent:content:read (Inhalte und Datenstruktur lesen), agent:content:write (Inhalte anlegen, ändern, in den Papierkorb legen), agent:query:run (Abfragen ausführen), agent:sql:run (rohes SQL ausführen) und agent:delivery:write (Alerts und Abos anlegen). Alle Werkzeuge bleiben auf die Metabase-Rechte der angemeldeten Person begrenzt.

Übertragene oder gespeicherte Daten

Der Server läuft auf Ihrer Metabase-Instanz, im Selbstbetrieb also auf Ihrer eigenen Infrastruktur. Abfrageergebnisse gehen an den Client und von dort je nach Einrichtung an dessen KI-Anbieter. Für Inline-Diagramme fügen die entsprechenden Schalter die Domains des Clients zur CORS-Freigabeliste hinzu. In Pro und Enterprise protokollieren die MCP-Analysen die einzelnen Aufrufe.

Sicherheitsrisiken

Mittel bis hoch, je nach Rechten. execute_sql kann laut Dokumentation bestehende Daten überschreiben oder löschen, wenn das in Metabase hinterlegte Datenbankkonto das erlaubt. Für Datenquellen nur lesende Datenbankkonten verwenden, Agenten mit eingeschränkten Metabase-Konten arbeiten lassen und execute_sql im Client blockieren. Über Alerts und Abos können Daten per E-Mail oder Slack das Haus verlassen, deshalb auch diese Aktionen freigabepflichtig halten.

Lizenz und Kosten

Lizenz
AGPL-3.0
Kosten
kostenlos

Der Server ist in allen Editionen enthalten. Die Open-Source-Version unter der AGPL ist kostenlos, beim Selbstbetrieb fallen nur Hosting-Kosten an. Starter und Pro sind kostenpflichtig und lassen sich laut Preisseite vorab testen, dazu kommen Enterprise-Tarife mit eigener Preisabsprache. Aktuelle Bedingungen stehen auf metabase.com/pricing.

Alternativen

Noch nicht erfasst.

Auf einen Blick

Anbieter
Metabase
Status
Offizieller Server
Betriebsart
Remote
Aktuelle Version
Noch nicht erfasst.
Zuletzt geprüft
01.11.2026

Repository und Dokumentation

Kategorien

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