Lokalise MCP Server

Offizieller, von Lokalise gehosteter MCP-Server mit zwei Toolkits: KI-Assistenten wie Claude Code oder Cursor legen Übersetzungsschlüssel an, verteilen Übersetzungsaufgaben und laden Sprachdateien herunter.

Beschreibung

Der Lokalise MCP Server verbindet die Lokalisierungsplattform Lokalise mit KI-Assistenten. MCP, das Model Context Protocol, ist ein offener Standard, über den Assistenten wie Claude, Claude Code, Cursor oder Windsurf auf externe Dienste zugreifen. Der Server stammt von Lokalise selbst und läuft in der Cloud des Anbieters unter mcp.lokalise.com. Sie installieren also kein Paket und betreiben keinen eigenen Server. Laut Dokumentation befindet sich die Funktion derzeit in der Beta. Lokalise verspricht auf der Produktseite, dass die Einrichtung bei den meisten Teams unter fünf Minuten dauert.

Wofür ist der Lokalise MCP Server nützlich?

Wer eine App oder Website in mehreren Sprachen anbietet, pflegt Hunderte oder Tausende Übersetzungsschlüssel. Ein Übersetzungsschlüssel ist ein fester Name wie checkout.button.pay, hinter dem die Texte in allen Sprachen hängen. Bisher wechselten Entwickler dafür zwischen Code-Editor und Lokalise-Oberfläche hin und her. Mit dem MCP-Server erledigt der Assistent das direkt aus der Unterhaltung. Ein Entwickler kann in Cursor etwa sagen, dass alle neuen Texte einer Komponente als Schlüssel angelegt und mit einem Screenshot versehen werden sollen. Eine Lokalisierungsmanagerin kann in Claude fragen, wie weit die französische Übersetzung eines Projekts ist, und gleich eine Aufgabe mit Fälligkeitsdatum an das Übersetzerteam verteilen.

Zwei Toolkits: Projektmanagement und Softwareentwicklung

Lokalise teilt den Server in zwei Toolkits mit eigenen Adressen auf. Sie können eines oder beide einbinden. Das Toolkit für Projektmanagement richtet sich an Lokalisierungsverantwortliche. Laut Dokumentation legt es Projekte an, fügt Zielsprachen und Mitwirkende hinzu, verwaltet Glossarbegriffe, lädt Dateien hoch und zeigt Statistiken zu Schlüsseln. Es erstellt und aktualisiert Aufgaben, inklusive automatischer Übersetzung, listet Teams und deren Mitglieder auf und gibt Übersetzungsaufträge auf. Das Toolkit für Softwareentwicklung ist für Entwickler gedacht. Es fügt Schlüssel einzeln oder in großen Mengen hinzu, aktualisiert sie und prüft den Übersetzungsstand. Außerdem lädt es übersetzte Sprachdateien herunter und verwaltet Screenshots. Screenshots geben Übersetzern visuellen Kontext, damit ein kurzes Wort wie Save im richtigen Sinn übersetzt wird.

Anmeldung und Berechtigungen

Lokalise empfiehlt OAuth 2.0. OAuth ist ein Anmeldeverfahren, bei dem Sie den Zugriff im Browser bestätigen und kein Passwort oder Token in der Konfiguration ablegen. Alternativ funktioniert ein API-Token, das Sie in den Profileinstellungen erzeugen und im Header apikey mitschicken. Ein Lese-Token reicht für Abfragen. Für Anlegen, Ändern und Hochladen brauchen Sie ein Token mit Lese- und Schreibrechten. Wichtig ist: Der Assistent darf nie mehr als das Konto, mit dem Sie sich anmelden. Die bestehenden Rollen und Projektrechte in Lokalise gelten unverändert. Da der Server auf der Lokalise-API aufsetzt, gelten auch deren Ratenlimits.

Was unterscheidet ihn von Alternativen?

Auf npm und GitHub gibt es mehrere inoffizielle Lokalise-MCP-Server aus der Community. Sie laufen lokal, brauchen meist ein API-Token und werden nicht von Lokalise gepflegt. Der offizielle Server ist gehostet, deckt deutlich mehr Bereiche ab und folgt dem Rechtemodell der Plattform. Lokalise betont außerdem, dass MCP die REST-API nicht ersetzt. Für wiederkehrende Abläufe in Skripten oder in der CI-Pipeline bleibt die API das richtige Werkzeug. Der MCP-Server ist für interaktive Arbeit im Gespräch mit dem Assistenten gedacht.

Kosten und Voraussetzungen

Der Server selbst kostet laut Dokumentation nichts extra. Sie brauchen aber ein Lokalise-Konto in einem Tarif mit API-Zugang. Lokalise bietet keinen Gratisplan, sondern eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte und danach mehrere kostenpflichtige Tarife bis hin zu Enterprise. Die aktuellen Konditionen stehen auf der offiziellen Preisseite. Laut Dokumentation ist der Server in Lokalise Expert verfügbar, nicht aber in Lokalise Vantage. Beachten Sie zudem: Automatische Übersetzungsaufgaben nutzen standardmäßig Lokalise AI. Fordern Sie ausdrücklich Google oder DeepL an, verbrauchen diese Aufgaben verarbeitete Wörter aus Ihrem Kontingent.

Für wen lohnt sich der Lokalise MCP Server?

Der Server lohnt sich für Produktteams, die Lokalise bereits nutzen und viel Zeit mit Routinearbeit verbringen: Schlüssel anlegen, Fortschritt prüfen, Aufgaben verteilen, Dateien herunterladen. Entwickler bleiben im Editor, Lokalisierungsmanager steuern Projekte per Chat. Wer Lokalise noch nicht einsetzt, kann den Server in der Testphase ausprobieren. Für reine Einzelübersetzungen ohne Plattform ist er dagegen nicht gedacht.

Voraussetzungen

Ein Lokalise-Konto in einem Tarif mit API-Zugang (Lokalise Expert, nicht Vantage). Dazu ein MCP-fähiger Client wie Claude Code, Cursor, Claude, Windsurf oder ChatGPT. Für Schreibaktionen per API-Token ein Token mit Lese- und Schreibrechten.

Installationsanleitung

Der Lokalise MCP Server gibt Ihrem KI-Assistenten Zugriff auf Ihre Lokalisierungsprojekte. Er läuft bei Lokalise in der Cloud, Sie installieren also nichts. Dieser Ratgeber zeigt, welches Toolkit Sie brauchen, wie Sie es in Claude Code und Cursor verbinden und worauf Sie danach achten sollten.

Vorher klären

Sie brauchen ein Lokalise-Konto in einem Tarif mit API-Zugang. Laut Dokumentation ist der Server in Lokalise Expert verfügbar, nicht in Lokalise Vantage. Die Funktion ist noch in der Beta. Der Assistent bekommt genau die Rechte Ihres Kontos. Wer in Lokalise nur lesen darf, kann auch per Assistent nichts ändern.

Das richtige Toolkit wählen

Lokalise bietet zwei Toolkits mit eigenen Adressen. Das Projektmanagement-Toolkit unter https://mcp.lokalise.com/mcp/project-management ist für Lokalisierungsverantwortliche gedacht: Projekte, Sprachen, Mitwirkende, Glossar, Aufgaben und Übersetzungsaufträge. Das Entwicklungs-Toolkit unter https://mcp.lokalise.com/mcp/software-development ist für Entwickler: Schlüssel anlegen und ändern, Screenshots verwalten und Sprachdateien herunterladen. Sie können beide gleichzeitig einbinden. Wer nur Schlüssel pflegt, kommt mit dem Entwicklungs-Toolkit aus und hält die Werkzeugliste des Assistenten schlank.

Schritt 1: Claude Code

Führen Sie claude mcp add lokalise_sd --transport http https://mcp.lokalise.com/mcp/software-development aus. Für das Projektmanagement-Toolkit lautet der Befehl claude mcp add lokalise_pm --transport http https://mcp.lokalise.com/mcp/project-management. Starten Sie Claude Code danach neu und schließen Sie die Anmeldung im Browser ab. Mit claude mcp list prüfen Sie, ob beide Server verbunden sind.

bash
claude mcp add lokalise_sd --transport http https://mcp.lokalise.com/mcp/software-development
claude mcp add lokalise_pm --transport http https://mcp.lokalise.com/mcp/project-management
claude mcp list

Cursor

Öffnen Sie Cursor Settings und dann Tools & MCP. Im Abschnitt für die MCP-Konfiguration legen Sie unter mcpServers einen Eintrag lokalise_sd mit dem Feld url und der Entwicklungsadresse an. Für das zweite Toolkit ergänzen Sie lokalise_pm mit der Projektmanagement-Adresse. Nach dem Speichern fragt Cursor die Anmeldung ab.

Schritt 2: Anmeldung per API-Token statt OAuth

OAuth ist die empfohlene Variante, weil kein Token in der Konfiguration liegt. Erlaubt Ihr Client kein OAuth, erzeugen Sie in Lokalise unter Profile settings und API tokens ein Token. Im Konfigurationseintrag setzen Sie dann type auf http und ergänzen die Header apikey mit Ihrem Token und accept mit dem Wert application/json, text/event-stream. Für reine Abfragen reicht ein Lese-Token. Zum Anlegen und Ändern brauchen Sie ein Token mit Lese- und Schreibrechten.

Schritt 3: Erste Schritte im Alltag

Öffnen Sie eine neue Unterhaltung und bitten Sie den Assistenten ausdrücklich, den Lokalise MCP Server zu nutzen. Gute Einstiegsaufgaben sind Fragen nach dem Übersetzungsstand eines Projekts oder das Anlegen neuer Schlüssel aus einer gerade geschriebenen Komponente. Geben Sie dabei den Projektnamen an, damit der Assistent nicht raten muss. Für wiederkehrende Abläufe in der CI-Pipeline bleibt die REST-API die bessere Wahl.

Sicher arbeiten

Mit Schreibrechten kann der Assistent viele Schlüssel auf einmal ändern und Übersetzungsaufträge aufgeben, die Kosten verursachen. Lassen Sie sich solche Aktionen einzeln bestätigen. Automatische Übersetzung läuft standardmäßig über Lokalise AI. Wenn Sie ausdrücklich Google oder DeepL anfordern, verbraucht das verarbeitete Wörter aus Ihrem Kontingent. Behalten Sie außerdem die API-Ratenlimits im Blick, die auch für den Assistenten gelten.

claude mcp add lokalise_sd --transport http https://mcp.lokalise.com/mcp/software-development

Authentifizierung

OAuth 2.0 (empfohlen), dabei liegt kein Token in der Client-Konfiguration. Alternativ ein Lokalise-API-Token aus den Profileinstellungen im Header apikey. Lese-Tokens reichen für Abfragen, für Anlegen, Ändern und Hochladen ist ein Token mit Lese- und Schreibrechten nötig.

Benötigte Zugriffsrechte

Der Zugriff entspricht exakt den Rechten des angemeldeten Kontos bzw. des Token-Erstellers, inklusive Projektzugriff und erlaubter Aktionen (rollenbasierte Zugriffskontrolle). Das Projektmanagement-Toolkit kann zusätzlich Mitwirkende hinzufügen, Projekte anlegen und Übersetzungsaufträge aufgeben.

Übertragene oder gespeicherte Daten

Der Server läuft in der Cloud von Lokalise und nutzt die Lokalise-API. Texte und Projektdaten, die der Assistent abruft, gehen an den jeweiligen KI-Anbieter und werden dort nach dessen Bedingungen verarbeitet. Automatische Übersetzung läuft standardmäßig über Lokalise AI, auf ausdrücklichen Wunsch über Google oder DeepL.

Sicherheitsrisiken

Mittel. Mit Schreibrechten kann der Assistent Schlüssel massenhaft ändern, Mitwirkende hinzufügen und kostenpflichtige Übersetzungsaufträge aufgeben. Eine missverstandene Anweisung oder präparierte Inhalte können ungewollte Änderungen auslösen. Nutzen Sie für reine Auswertungen ein Lese-Token und bestätigen Sie Massenänderungen und Aufträge einzeln.

Lizenz und Kosten

Lizenz
Noch nicht erfasst.
Kosten
kostenpflichtig

Der MCP-Server kostet laut Dokumentation nichts extra, setzt aber einen Lokalise-Tarif mit API-Zugang voraus. Lokalise hat keinen Gratisplan, sondern eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte und danach die kostenpflichtigen Tarife Explorer, Growth, Advanced und Enterprise; aktuelle Konditionen stehen auf lokalise.com/pricing. Maschinelle Übersetzung über Google oder DeepL verbraucht verarbeitete Wörter.

Alternativen

Noch nicht erfasst.

Auf einen Blick

Anbieter
Lokalise
Status
Offizieller Server
Betriebsart
Remote
Aktuelle Version
Noch nicht erfasst.
Zuletzt geprüft
28.10.2026

Repository und Dokumentation

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