GitGuardian MCP Server
Offizieller MCP-Server von GitGuardian: Code auf geleakte Zugangsdaten prüfen, Sicherheitsvorfälle sichten und beheben und Honeytokens erzeugen, gehostet mit OAuth oder selbst betrieben.
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Beschreibung
Der GitGuardian MCP Server bringt die Secrets Detection von GitGuardian direkt in Ihren KI-Assistenten. Secrets Detection bedeutet: Zugangsdaten wie API-Schlüssel, Datenbank-Passwörter oder Cloud-Tokens werden im Code aufgespürt, bevor sie in ein öffentliches Repository oder in falsche Hände geraten. MCP, das Model Context Protocol, ist ein offener Standard, über den Assistenten wie Claude Code, Cursor oder Claude Desktop externe Werkzeuge aufrufen. Der Server stammt von GitGuardian selbst, ist als Open-Source-Projekt unter der MIT-Lizenz auf GitHub veröffentlicht und baut auf der GitGuardian-API auf. Laut README stützt er sich auf mehr als 500 Detektoren für unterschiedliche Arten von Geheimnissen. Die offizielle Dokumentation führt den Server derzeit noch als Beta, Funktionen können sich also ändern.
Warum das gerade mit KI-Assistenten wichtig ist
KI-Assistenten schreiben heute große Teile von Konfigurationsdateien, Skripten und Beispielcode. Dabei rutscht schnell ein echter Schlüssel in eine Datei, die später committet wird. Der Mehrwert des GitGuardian MCP Server liegt darin, dass der Assistent diese Prüfung selbst übernimmt: Sie bitten ihn, die Codebasis nach geleakten Zugangsdaten zu durchsuchen, und er ruft dafür die Erkennung von GitGuardian auf, statt nur nach auffälligen Mustern zu raten. Im Unterschied zu einfachen Regex-Prüfungen im Editor greift der Server auf dieselbe Erkennung zurück, die GitGuardian auch in seiner Plattform und in ggshield nutzt. Und er kennt die Vorfälle, die in Ihrem Workspace bereits erfasst sind.
Was kann der GitGuardian MCP Server?
Laut README deckt der Server vier Bereiche ab. Erstens das Scannen von Dateien auf geleakte Zugangsdaten. Zweitens das Incident-Management: Der Assistent listet, filtert, zählt und öffnet Vorfälle, weist sie Teammitgliedern zu, setzt Tags und Notizen und markiert sie als gelöst. Das gilt sowohl für interne Vorfälle als auch für Funde aus dem Public Monitoring, also der Überwachung öffentlicher Quellen. Drittens Honeytokens: Der Assistent erzeugt neue Köder-Zugangsdaten und listet bestehende auf. Viertens Code-Fix-Automatisierung: Für Repositories, die Ihr Workspace überwacht, kann der Server Pull Requests öffnen, die ein gefundenes Geheimnis aus dem Code entfernen. Im Repository finden sich außerdem Werkzeuge zum Abruf von Remediation-Workflows, Detektoren, Quellen, Teams und Mitgliedern sowie ein Werkzeug zum Widerrufen von Geheimnissen. Welche davon Ihr Assistent tatsächlich sieht, hängt von den OAuth-Scopes Ihres Zugriffstokens ab.
Gehostet, selbst betrieben oder lokal
Empfohlen ist laut README der gehostete Server. Für Konten in der US-Region lautet die Adresse https://mcp.gitguardian.com/mcp, für die EU-Region https://mcp.eu1.gitguardian.com/mcp. Der MCP-Client erledigt die OAuth-Anmeldung selbst; Sie installieren nichts lokal und verwalten kein Token. Wer GitGuardian selbst betreibt, eine abgeschottete Umgebung hat oder den Server auf eigener Infrastruktur laufen lassen möchte, nutzt das Docker-Image ghcr.io/gitguardian/mcp-server hinter einem Reverse-Proxy. Laut README soll der Server künftig direkt im Helm-Chart der Self-Hosted-Installation enthalten sein. Für CI/CD-Pipelines, Skripte und ältere Clients ohne HTTP-Unterstützung gibt es einen lokalen stdio-Modus über uvx mit einem persönlichen Zugriffstoken (Personal Access Token).
Sicherheit und Berechtigungen
GitGuardian weist im README ausdrücklich darauf hin, dass Agenten in Ihrem Namen und unter Ihrer Verantwortung handeln. Der Server ist deshalb laut Anbieter eher auf lesende Berechtigungen ausgelegt. Was tatsächlich freigeschaltet ist, bestimmen die Scopes des Tokens. Über OAuth ausgestellte Tokens gelten standardmäßig 30 Tage. Beachten Sie beim gehosteten Server, dass Anfragen zusätzlich zur GitGuardian-API auch über mcp.gitguardian.com laufen. Die frühere Anmeldung per Browser im stdio-Modus ist als veraltet markiert und soll entfallen.
Kosten
Der Server selbst ist kostenlos und Open Source. Sie brauchen ein GitGuardian-Konto. Laut Preisseite gibt es einen dauerhaft kostenlosen Starter-Plan für kleinere Teams mit interner Secrets-Überwachung und Echtzeit-Scans. Public Monitoring, Honeytokens, SSO und weitere Funktionen sind kostenpflichtigen Business-, Growth- oder Enterprise-Plänen vorbehalten. Aktuelle Konditionen finden Sie auf der offiziellen Preisseite von GitGuardian.
Für wen lohnt sich der GitGuardian MCP Server?
Er lohnt sich für Teams, die GitGuardian bereits nutzen und Sicherheitsvorfälle schneller abarbeiten möchten, ohne zwischen Dashboard, Editor und Ticketsystem zu springen. Ebenso interessant ist er für Entwickler, die viel Code von KI-Assistenten erzeugen lassen und vor jedem Commit eine verlässliche Prüfung auf Zugangsdaten wollen. Starten Sie mit einem Token mit wenigen Scopes und erweitern Sie die Rechte erst, wenn Sie dem Ablauf vertrauen.
Voraussetzungen
Ein GitGuardian-Konto (kostenloser Starter-Plan genügt für den Einstieg) und ein MCP-Client mit HTTP-Transport, zum Beispiel Claude Code, Cursor oder Claude Desktop. Für den lokalen Modus zusätzlich uv/uvx und ein persönliches Zugriffstoken.
Installationsanleitung
Mit dem GitGuardian MCP Server prüft ein KI-Assistent Code auf geleakte Zugangsdaten und arbeitet Sicherheitsvorfälle aus GitGuardian ab. Dieser Ratgeber führt von der Wahl der Region bis zum ersten Scan.
Schritt 1: Voraussetzungen
Sie brauchen ein GitGuardian-Konto und einen MCP-Client mit HTTP-Transport, etwa Claude Code, Cursor oder Claude Desktop. Für den Einstieg genügt laut Preisseite der kostenlose Starter-Plan. Prüfen Sie vorab, ob Ihr Workspace in der US- oder der EU-Region liegt. Das erkennen Sie an der Dashboard-Adresse: dashboard.gitguardian.com steht für die USA, dashboard.eu1.gitguardian.com für die EU.
Schritt 2: In Claude Code einbinden
Für US-Konten lautet der Befehl claude mcp add --transport http gitguardian https://mcp.gitguardian.com/mcp. Für EU-Konten tragen Sie stattdessen https://mcp.eu1.gitguardian.com/mcp ein. In Cursor, Windsurf oder Zed tragen Sie dieselbe Adresse mit dem Typ http in die jeweilige mcp.json ein. In Claude.ai im Browser fügen Sie den Server unter Einstellungen und Konnektoren als eigenen Konnektor hinzu. Prüfen Sie danach mit /mcp, ob der Server verbunden ist.
claude mcp add --transport http gitguardian https://mcp.gitguardian.com/mcp
Schritt 3: Anmelden
Beim ersten Aufruf startet der Client die OAuth-Anmeldung im Browser. GitGuardian stellt dabei ein Zugriffstoken aus, das standardmäßig 30 Tage gilt. Welche Werkzeuge der Assistent danach sieht, hängt von den Scopes dieses Tokens ab. Fehlt ein erwartetes Werkzeug, liegt das meist an fehlenden Rechten, nicht an der Installation.
Erster Scan
Bitten Sie den Assistenten etwa: Durchsuche diese Codebasis nach geleakten Zugangsdaten. Er schickt die betroffenen Dateien zur Prüfung an die GitGuardian-API und meldet Funde mit Dateiname und Art des Geheimnisses. Ein gefundener Schlüssel ist als kompromittiert zu betrachten. Entfernen Sie ihn nicht nur aus dem Code, sondern tauschen Sie ihn beim jeweiligen Dienst aus.
Vorfälle abarbeiten
Mit Fragen wie: Gibt es neue Vorfälle, die mir zugewiesen sind? holt sich der Assistent die offenen Vorfälle aus Ihrem Workspace. Er kann sie erklären, Schritte zur Behebung vorschlagen, Teammitgliedern zuweisen und als gelöst markieren. Für überwachte Repositories öffnet der Server auf Wunsch auch einen Pull Request, der das Geheimnis aus dem Code entfernt. Prüfen Sie solche Pull Requests wie jede andere Codeänderung.
Lokal oder in CI ohne OAuth
Für Pipelines und ältere Clients startet der Server lokal über uvx mit dem Paket aus github.com/GitGuardian/ggmcp und dem Befehl gg-mcp-server. Setzen Sie dazu ENABLE_LOCAL_OAUTH=false und hinterlegen Sie ein persönliches Zugriffstoken aus dem Dashboard unter API und Personal Access Tokens in GITGUARDIAN_PERSONAL_ACCESS_TOKEN. In Claude Desktop auf macOS braucht der Eintrag den absoluten Pfad zu uvx.
claude mcp add --transport http gitguardian https://mcp.gitguardian.com/mcp
Authentifizierung
OAuth über den gehosteten Server (Tokens standardmäßig 30 Tage gültig), persönliches Zugriffstoken in GITGUARDIAN_PERSONAL_ACCESS_TOKEN (lokal/CI) oder Bearer-Token im Authorization-Header (selbst betriebener HTTP-Server).
Benötigte Zugriffsrechte
Je nach Token-Scopes: Dateien auf Geheimnisse scannen, interne und öffentliche Vorfälle lesen, zuweisen, taggen und lösen, Honeytokens erzeugen und auflisten, Code-Fix-Pull-Requests öffnen und Geheimnisse widerrufen.
Übertragene oder gespeicherte Daten
Zu scannende Dateiinhalte werden an die GitGuardian-API übertragen; beim gehosteten Server laufen Anfragen zusätzlich über mcp.gitguardian.com. Gelesene Vorfallsdaten gelangen in den Kontext des KI-Clients und damit zum Modellanbieter.
Sicherheitsrisiken
Vorfallsdaten können Hinweise auf echte Geheimnisse enthalten, Honeytoken-Werte werden unmaskiert zurückgegeben, bei weiten Scopes lassen sich Vorfälle schließen oder Geheimnisse widerrufen, und persönliche Zugriffstokens liegen im lokalen Modus in Konfigurationsdateien.
Lizenz und Kosten
- Lizenz
- Noch nicht erfasst.
- Kosten
- kostenlos
Der Server ist Open Source (MIT). Laut Preisseite gibt es einen dauerhaft kostenlosen Starter-Plan sowie kostenpflichtige Business-, Growth- und Enterprise-Pläne; Public Monitoring und Honeytokens sind an bezahlte Pläne gebunden.
Alternativen
Noch nicht erfasst.
Auf einen Blick
- Anbieter
- GitGuardian
- Status
- Offizieller Server
- Betriebsart
- Remote
- Aktuelle Version
- Noch nicht erfasst.
- Zuletzt geprüft
- 27.10.2026
Repository und Dokumentation
Kategorien
Unterstützte Clients
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