Blender MCP Server

Offizieller Blender-MCP-Server von Blender Lab: Szenen analysieren, Blender-Python-Dokumentation durchsuchen und Code in Blender ausführen.

Beschreibung

Der Blender MCP Server macht die 3D-Software Blender für KI-Assistenten ansprechbar. Statt mühsam durch Outliner, Datenblöcke und Python-Referenz zu klicken, stellen Sie Fragen in natürlicher Sprache: Welche Objekte verwenden dieses Material? Wo steckt in meiner Szene unnötig viel Geometrie? Fehlen verlinkte Dateien? Der Server übersetzt solche Anfragen in Aufrufe der Blender-Python-API und liefert strukturierte Antworten zurück. Gepflegt wird er von Blender Lab, dem Innovationsraum des Blender-Projekts, und ist damit die offizielle Lösung, nicht eine der vielen Community-Brücken.

Was ist der Blender MCP Server?

Das Projekt ist laut Anbieter bewusst klein gehalten und tut nicht mehr als nötig. Es besteht aus zwei Teilen, die über einen TCP-Socket miteinander sprechen: einem Add-on, das in Blender läuft und Anfragen ausführt, und einem MCP-Server, der als eigener Prozess vom MCP-Client gestartet wird und per stdio kommuniziert. Der Server bringt außerdem Auszüge aus der Blender-Python-API-Referenz und aus dem Benutzerhandbuch mit, sodass das Modell dokumentationsgestützt arbeiten kann.

Funktionen und Werkzeuge

Die Werkzeugliste im Repository ist übersichtlich und gut nachvollziehbar. Zur Analyse gehören Zusammenfassungen der Datenblöcke einer Blend-Datei, die Suche nach fehlenden externen Dateien, ein Baum der verlinkten Bibliotheken, Pfad- und Speicherinformationen sowie eine Schätzung, wofür die Datei hauptsächlich genutzt wird. Dazu kommen die Szenenhierarchie, Detailzusammenfassungen einzelner Objekte, Screenshots von Fenster oder Bereich und eine JSON-Beschreibung des Fensterlayouts. Das Modell kann den 3D-Viewport auf ein Objekt fokussieren, Arbeitsbereiche wechseln und kleine Vorschau- oder Viewport-Renderings schreiben. Mit der Volltextsuche über API-Referenz und Handbuch findet es passende Funktionen selbst. Viele Analysewerkzeuge gibt es zusätzlich in einer Variante für den Hintergrundbetrieb ohne geöffnete Oberfläche.

Das mächtigste, aber auch heikelste Werkzeug ist execute_blender_code: Es führt vom Modell erzeugten Python-Code in der laufenden Blender-Instanz aus.

Einrichtung

Voraussetzung ist laut Anbieter Blender 5.1 oder neuer. Das Add-on laden Sie als Zip-Datei der aktuellen Version herunter und ziehen es per Drag-and-drop in Blender, laut Anleitung zweimal: einmal für das Repository, einmal für das Add-on selbst. Den MCP-Server installieren Sie entweder als .mcpb-Bundle für neuere Clients oder aus dem Quellcode. Als Client ist llama.cpp ausdrücklich dokumentiert; da der Server dem MCP-Standard folgt, sollen auch andere Clients funktionieren, die lokale stdio-Server starten können. Im Add-on lassen sich Host, Port und ein optionaler Autostart festlegen.

Sicherheit: Code läuft ohne Schutz

Der Anbieter warnt deutlich: Der MCP-Server führt vom Sprachmodell erzeugten Code in Blender ohne jegliche Schutzvorkehrungen für Ihre Daten aus. Empfohlen werden isolierte virtuelle Maschinen oder Systeme ohne sensible Informationen. Da Blender-Python vollen Zugriff auf das Dateisystem hat, sollten Sie das ernst nehmen, mit Kopien Ihrer Projekte arbeiten und Freigaben im Client nicht pauschal erteilen.

Lizenz und Kosten

Der Quellcode steht laut LICENSE im Repository unter der GNU General Public License Version 3. Der Server selbst ist kostenlos und quelloffen; Kosten können allenfalls für das verwendete Sprachmodell oder den Client entstehen.

Für wen lohnt sich der Blender MCP Server?

Er richtet sich an Blender-Nutzerinnen und -Nutzer sowie Technical Artists, die große oder geerbte Szenen verstehen, aufräumen und dokumentieren wollen, etwa Benennungen vereinheitlichen, Geometry-Nodes-Setups beschreiben oder Performance-Engpässe finden. Auch Entwickler von Add-ons profitieren, weil das Modell die passende API-Dokumentation direkt nachschlägt. Wer lediglich ein paar Objekte modellieren möchte, kommt ohne Server schneller ans Ziel; wer ein Projekt analysieren oder Routineaufgaben skripten lässt, spart dagegen viel Suchen.

Voraussetzungen

Blender 5.1 oder neuer mit installiertem und aktiviertem Blender-MCP-Add-on sowie ein MCP-Client, der lokale stdio-Server starten kann (llama.cpp ist dokumentiert).

Installationsanleitung

Der offizielle Blender MCP Server von Blender Lab verbindet einen MCP-Client mit einer laufenden Blender-Instanz. Dieser Ratgeber zeigt den Weg zur ersten funktionierenden Verbindung und worauf Sie dabei achten sollten.

Schritt 1: Voraussetzungen prüfen

Sie benötigen Blender 5.1 oder neuer und einen MCP-Client, der lokale stdio-Server starten kann. Auf blender.org/lab/mcp-server ist llama.cpp ausdrücklich dokumentiert.

Schritt 2: Add-on installieren

Laden Sie die Zip-Datei der aktuellen Version von blender.org/lab/mcp-server herunter und ziehen Sie sie per Drag-and-drop in Blender. Laut Anleitung ist das zweimal nötig: einmal für das Repository, einmal für das Add-on. Aktivieren Sie das Add-on danach in den Einstellungen.

MCP-Server anbinden

Installieren Sie den Server als .mcpb-Bundle oder aus dem Quellcode auf projects.blender.org/lab/blender_mcp und tragen Sie ihn in Ihrem Client als stdio-Server ein. Der Einstiegspunkt heißt blender-mcp. Host und Port der Verbindung zu Blender stellen Sie in den Einstellungen des Add-ons ein, dort gibt es auch einen optionalen Autostart.

Schritt 3: Erste Anfrage testen

Starten Sie mit einer lesenden Frage, etwa einer Zusammenfassung der Blend-Datei oder der Suche nach fehlenden Dateien. So prüfen Sie die Verbindung, ohne dass Code ausgeführt wird, der Ihre Szene verändert.

Schritt 4: Ausführung von Code begrenzen

Das Werkzeug execute_blender_code führt vom Modell erzeugten Python-Code ohne Schutzvorkehrungen aus. Arbeiten Sie deshalb mit Kopien Ihrer Projekte, geben Sie Aufrufe im Client einzeln frei und nutzen Sie bei sensiblen Daten eine isolierte virtuelle Maschine.

Authentifizierung

Keine Anmeldung. Der Server verbindet sich mit einer lokal laufenden Blender-Instanz über einen konfigurierbaren TCP-Host und -Port.

Benötigte Zugriffsrechte

Lesender Zugriff auf Szene, Datenblöcke und Dateipfade sowie Ausführung beliebigen Python-Codes in Blender mit den Rechten des Benutzers, der Blender startet.

Übertragene oder gespeicherte Daten

Der Server läuft lokal. Szenendaten, Screenshots und Dokumentationsauszüge gelangen in den Kontext des Clients und damit zum jeweiligen Modellanbieter; mit einem lokalen Modell (z. B. über llama.cpp) bleiben sie auf dem eigenen Rechner.

Sicherheitsrisiken

Laut Anbieter führt der Server vom Modell erzeugten Code in Blender ohne Schutzvorkehrungen aus; Blender-Python kann auf das Dateisystem zugreifen. Empfohlen werden isolierte virtuelle Maschinen oder Systeme ohne sensible Daten, Arbeit mit Projektkopien und keine pauschalen Freigaben.

Lizenz und Kosten

Lizenz
GPL-3.0
Kosten
kostenlos

Kostenlos und quelloffen. Kosten können nur für das eingesetzte Sprachmodell oder den MCP-Client entstehen.

Alternativen

Noch nicht erfasst.

Auf einen Blick

Anbieter
Blender Lab
Status
Offizieller Server
Betriebsart
Lokal
Aktuelle Version
1.0.3
Zuletzt geprüft
12.10.2026

Repository und Dokumentation

Kategorien

Unterstützte Clients

Noch nicht erfasst.