Amp

Coding-Agent mit Cloud-Maschinen ("Orbs"), CLI sowie Web-, Mac- und iOS-App – Aufgaben laufen weiter, auch wenn der Laptop zu ist.

Amp ist ein Coding-Agent und zugleich eine Entwicklungsumgebung, die von einem unabhängigen Forschungslabor für KI-Agenten betrieben wird. So beschreibt sich das Team auf seiner Über-uns-Seite. Die Idee hinter Amp: Man gibt einem Agenten eine Aufgabe, und der arbeitet in einer eigenen, vorbereiteten Umgebung weiter, ohne dass der eigene Rechner dafür offen bleiben muss. Wer nach einem KI-Assistenten für Softwareentwicklung sucht, der nicht an einen einzelnen Editor gebunden ist und mehrere Modelle gleichzeitig nutzt, findet hier ein Produkt mit klarer Handschrift.

Was Amp im Alltag macht

Laut Dokumentation ist Amp derselbe Agent mit denselben Threads auf allen Oberflächen. Man startet im Browser auf ampcode.com ohne Installation, auf dem Mac, iPhone oder iPad über die Apps oder im Terminal mit der Kommandozeile. Die Apps benachrichtigen, wenn ein Thread auf die nächste Nachricht wartet; außerdem gibt es Diktat und Teilen aus anderen Apps. Die Kommandozeile läuft auf dem eigenen Rechner mit lokalen Dateien und Werkzeugen und lässt sich auch ohne Oberfläche auf Servern oder in CI-Läufen starten. Ein Thread ist dabei eine gespeicherte, teilbare Unterhaltung mit dem Agenten.

Orbs: Cloud-Maschinen pro Thread

Das Besondere sind die sogenannten Orbs. Ein Orb ist laut Anbieter eine Maschine, die Amp für jeden Thread anlegt, mit dem Code, den Werkzeugen und den Plugins des Projekts bereits eingerichtet. Man schickt einen Prompt, klappt den Laptop zu, und der Agent arbeitet weiter. Wer mag, kann Änderungen mit einem Befehl in die lokale Kopie spiegeln. Über Portale lässt sich ein Entwicklungsserver im Orb ansehen und direkt auf der Seite kommentieren. Mit Automationen kann sich ein Thread sogar selbst wieder wecken, etwa um nach einem Rollout die Messwerte zu prüfen. Nach den Angaben im Sicherheitsdokument pausiert ein Orb bei Inaktivität, ist verschlüsselt gespeichert und wird gelöscht, sobald man den Thread löscht.

Modelle, MCP und Erweiterungen

Amp setzt auf mehrere Modelle und nimmt für jede Aufgabe das passende. Im Sicherheitsdokument nennt der Anbieter unter anderem Anthropic, OpenAI, Google, Meta und weitere Hosting-Dienste als Inferenzanbieter. Man kann eigene Abos und Schlüssel mitbringen, etwa ein ChatGPT- oder Claude-Abo. Erweitern lässt sich Amp über das Model Context Protocol, Skills, Plugins und eine AGENTS.md-Datei im Projekt. Damit passen viele MCP-Server und Skills aus dem Skill-Road-Katalog auch zu Amp.

Pläne und Kosten

Die Preisseite nennt vier Stufen. Hobby ist kostenlos: Man zahlt für Orb-Zeit nutzungsbasiert oder nutzt eigene Runner, Modellzugriff über eigene Abos oder Schlüssel ist ohne Amp-Aufschlag möglich. Der Individual-Plan ist ein Monatsplan mit einem festen Kontingent an Orb-Minuten und unbegrenzten Repositories. Teams bieten gemeinsame Threads, Rechte, geteilte Portale, Plugins und Skills sowie SSO und gebündelte Abrechnung. Enterprise ergänzt unter anderem SCIM, Audit-Logs, Netzwerk- und MCP-Kontrollen und individuelle Vertragsbedingungen. Die aktuellen Beträge stehen auf der offiziellen Preisseite.

Datenschutz und Sicherheit

Laut Anbieter ist Amp SOC-2-Type-II-zertifiziert und wird jährlich von außen auf Schwachstellen geprüft. Die Infrastruktur läuft auf Google Cloud in den USA; der Client liest, speichert und indexiert nach Angaben des Anbieters nicht die gesamte Codebasis, sondern sendet Ausschnitte als Kontext. Geheimnisse werden automatisch geschwärzt, was aber ausdrücklich nur nach bestem Bemühen geschieht. Trainiert wird auf den Daten laut Anbieter nur nach ausdrücklichem Opt-in, bei Enterprise nie. Ein eigenes Hosting ist nicht vorgesehen. Wer strenge Vorgaben hat, sollte die Aufbewahrungsregeln der Modellanbieter und das Sicherheitsdokument vorab lesen.

Einordnung

Anders als quelloffene Agenten wie goose oder OpenHands ist Amp ein gehosteter Dienst, den man nicht selbst betreibt. Dafür sind Orbs, Apps und Teamfunktionen aus einem Guss. Gegenüber Editor-Assistenten wie Zed oder Cline liegt der Schwerpunkt auf Aufgaben, die man abgibt und später prüft.

Für wen sich Amp lohnt

Amp passt zu Entwicklern und Teams, die Aufgaben parallel an Agenten abgeben, unterwegs nachsehen und die Ergebnisse im Repository prüfen möchten. Wer vollständige Kontrolle über den Betrieb oder ein Self-Hosting braucht, ist mit einer quelloffenen Alternative besser bedient. Ein guter Einstieg ist der kostenlose Hobby-Plan mit einem kleinen Repository und einer klar umrissenen Aufgabe, etwa einem Test für eine einzelne Funktion.

Kostenpflichtig

Erhältlich beim Anbieter

Dieser Eintrag wird nicht über Skill Road verkauft. Kauf und Support laufen über den Anbieter.

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Zuletzt geprüft
12.10.2026

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