Neon
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Neon betreibt eine serverlose PostgreSQL-Datenbank, die Infrastrukturverwaltung überflüssig machen soll: Speicher und Rechenleistung sind voneinander getrennt, wodurch sich die Rechenleistung bei Inaktivität automatisch auf null herunterfahren lässt und Kosten nur bei tatsächlicher Nutzung anfallen.
Zentrales Merkmal ist die Möglichkeit, für jeden Pull Request oder Testlauf automatisch eine vollständige, isolierte Kopie der Datenbank zu erzeugen ("Branching") – ähnlich wie bei Code-Branches in Git, nur für Datenbankzustände. Ergänzend bietet Neon eine automatisch generierte REST-Schnittstelle für Datenbankzugriffe ohne eigenes Backend, serverlose Node.js-Funktionen mit direkt eingebundenen Datenbank-Zugangsdaten, S3-kompatiblen Objektspeicher, der sich zusammen mit der Datenbank verzweigen lässt, sowie ein AI Gateway für den einheitlichen Zugriff auf verschiedene Sprachmodelle.
Über den offiziellen Neon MCP Server lässt sich die Datenbank direkt aus KI-Agenten heraus verwalten, etwa um für einen KI-generierten Codeentwurf automatisch eine passende Testdatenbank bereitzustellen.
Neon gehört seit einer Übernahme zu Databricks, einem der größeren Namen im Bereich Datenplattformen, und wird dort als Baustein für die sogenannte "Lakebase Postgres"-Strategie positioniert. Funktionen und Objektspeicher stehen in allen Tarifen zur Verfügung, während das AI Gateway kostenpflichtige Pläne mit vorausbezahltem Guthaben voraussetzt.
Durch die "Managed Better Auth" getaufte Authentifizierungslösung, die ebenfalls mit der Datenbank verzweigt, müssen Testumgebungen nicht separat mit Nutzerkonten befüllt werden, sondern erben automatisch einen konsistenten Datenstand.
Weil Speicher und Rechenleistung getrennt skalieren, lassen sich zehntausende Datenbank-Branches parallel betreiben, ohne dass jede einzelne Kopie zusätzliche Speicherkosten in voller Höhe verursacht.